Ferienwohnung

Rezept

Ofenschlupfer aus übrigem Brot

Trockene Semmeln, Äpfel, Milch, Ei — die Nachspeise, die aus dem entsteht, was sonst weggeworfen wird.

Von Katharina Brunner · Essen und Genuss · vor Ort geprüft · noch nicht redaktionell geprüft

Entwurf – offen vor Veröffentlichung:
  • Foto fehlt (Shotlist-Pflicht, Kapitel 21)
  • Prüfdatum fehlt (Kapitel 8)

Der Ofenschlupfer gehört zu den Speisen, die aus Not entstanden sind: Altes Brot war zu wertvoll zum Wegwerfen, Milch und Eier waren da, Äpfel lagen im Keller. Was heute als Nachspeise gilt, war eine vollständige Mahlzeit — und schmeckt genau deshalb so, wie es schmeckt.

Praktisch heißt das: Die Semmeln müssen wirklich trocken sein. Frisches Brot zerfällt und ergibt Brei; altbackenes saugt die Milch auf und behält Struktur. Wer keine trockenen Semmeln hat, schneidet Weißbrot und lässt es einen Tag offen liegen.

Bei den Äpfeln gilt dasselbe wie bei den Apfelkücherln: säuerliche Sorten wie Boskop halten die Form und balancieren den Zucker, süße zerfallen und werden pappig. Auf der Hochfläche über dem Ostufer gibt es das Obst der Streuobstwiesen im Herbst in den Hofläden.

Die Menge Milch ist der einzige Punkt, an dem etwas schiefgehen kann. Zu wenig, und die Ränder werden hart; zu viel, und die Masse stockt nicht. Sie soll die Schichten durchtränken, aber nicht darin stehen. Gegessen wird warm — kalt ist der Schlupfer deutlich schwächer.

Zutaten

  • 6 altbackene Semmeln oder 300 g trockenes Weißbrot
  • 3 säuerliche Äpfel
  • 400 ml Milch
  • 3 Eier
  • 60 g Zucker
  • 50 g Rosinen, nach Belieben
  • Butter für die Form
  • Zimt

Zubereitung

  1. Semmeln in Scheiben schneiden und in eine gebutterte Form schichten, dazwischen die geschälten, in Scheiben geschnittenen Äpfel.
  2. Milch, Eier und Zucker verquirlen und über die Schichten gießen; kurz einziehen lassen.
  3. Mit Zimt bestreuen und nach Belieben Rosinen dazugeben.
  4. Im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun und die Masse gestockt ist; warm servieren.

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