Rezept
Kartoffelkas für die Brotzeit am See
Kein Käse, sondern Kartoffel — der bayerische Aufstrich, der von Resten lebt und keine Kühlkette braucht.
Von Katharina Brunner · Essen und Genuss · vor Ort geprüft · noch nicht redaktionell geprüft
- Foto fehlt (Shotlist-Pflicht, Kapitel 21)
- Prüfdatum fehlt (Kapitel 8)
- Portionen: 4
- Zeit: 25 Min plus Ziehzeit
- Schwierigkeit: leicht
- Saison: ganzjährig
Kartoffelkas heißt so, weil er wie ein Käseaufstrich verwendet wird — Käse ist keiner drin. Er ist eine Resteverwertung: gekochte Kartoffeln vom Vortag, Zwiebel, Sauerrahm, Salz. Genau daraus folgt seine Qualität für einen Badetag, denn er braucht keine Kühlkette wie ein Fleischaufstrich und keine Zubereitung vor Ort.
Entscheidend ist die Kartoffelsorte. Mehlige Kartoffeln zerfallen beim Zerdrücken und binden die Masse; festkochende bleiben stückig und ergeben Salat statt Aufstrich. Und sie müssen vom Vortag sein — frisch gekochte Kartoffeln sind zu feucht, die Masse wird wässrig.
Der zweite Punkt ist das Zerdrücken. Gabel, nicht Mixer: Beim Pürieren tritt Stärke aus, und aus dem Aufstrich wird Kleister. Ein Rest Struktur gehört dazu.
Rund um Münsing bekommt man die Kartoffeln direkt von den Höfen der Hochfläche, oft in Selbstbedienung. Dazu gehören Bauernbrot, Radi und Radieschen — und wie bei jeder Brotzeit am Wasser gehört alles wieder mit zurück.
Zutaten
- 400 g mehlige Kartoffeln vom Vortag
- 1 kleine Zwiebel
- 150 g Sauerrahm oder Schmand
- 1 EL Öl
- Salz, Pfeffer, etwas Kümmel
- Schnittlauch nach Belieben
Zubereitung
- Gekochte Kartoffeln vom Vortag schälen und mit der Gabel zerdrücken — nicht pürieren, sonst wird die Masse klebrig.
- Zwiebel sehr fein würfeln und mit Öl untermischen.
- Sauerrahm zugeben und mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.
- Mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen und mit Schnittlauch bestreut auf Bauernbrot geben.
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