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Sehenswürdigkeit · Feldafing

Roseninsel bei Feldafing

Die einzige Insel des Sees mit königlichem Gartenhaus und Rosarium — erreichbar nur in der Saison.

Das Casino auf der Roseninsel
Das Casino auf der Roseninsel

Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: S6 bis Feldafing, von dort zu Fuß hinunter zum Anleger.
  • Fähre: Das Elektrofährboot verkehrt nur in der Saison und bei ruhigem Wetter — Betriebszeiten vorher prüfen.

Parken: Am Westufer begrenzt; die S-Bahn führt direkt zum Ort.

Die Roseninsel ist die einzige Insel im Starnberger See. Auf ihr steht das Casino, das König Maximilian II. um die Mitte des 19. Jahrhunderts im pompejanisch-bayerischen Stil als Gartenhaus errichten ließ — nie ein Spielhaus, sondern ein Ort zum Empfangen. Der Garten geht auf Pläne von Peter Joseph Lenné zurück.

Ihren Ruf verdankt die Insel zwei Namen: Ludwig II. und seiner Cousine Elisabeth von Österreich, die hier abseits des Hofzeremoniells einen privaten Rückzugsort hatten. Zusammen mit Possenhofen am gegenüberliegenden Ufer ergibt das den kompletten Sisi-Zusammenhang an einem Nachmittag.

Weniger bekannt und archäologisch das Gewichtigere: Im flachen Wasser vor der Insel liegen Reste prähistorischer Pfahlbauten aus Jungstein- und Bronzezeit. Sie gehören zum UNESCO-Welterbe der Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen. Zu sehen ist davon an der Oberfläche nichts — es lohnt trotzdem zu wissen, worüber man fährt.

Der Reiz liegt im Maßstab: Die Insel ist klein genug, um sie in einer Viertelstunde zu umrunden, und dicht genug bepflanzt, um trotzdem länger zu bleiben. Herzstück ist das kreisrunde Rosenrondell mit historischen Sorten; die Hauptblüte liegt im Juni, wer die Rosen sehen will, muss den Termin danach ausrichten.

Die wichtigste praktische Information: Ohne Fährboot kommt man nicht hin. Übergesetzt wird mit einer Plätte, dem traditionellen flachen Holzboot, ab dem Glockensteg im Feldafinger Park. Der Betrieb läuft nur in der Sommersaison, ruht in der Regel montags und wird bei Sturm, Dauerregen oder Nebel aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die letzte Rückfahrt ist früher, als die meisten annehmen — Zeiten und Preise stehen bei der Gemeinde und der Schlösserverwaltung.

Was viele erst am Steg erfahren: Hunde dürfen nicht mit, auch nicht auf die Fähre, und Fahrräder bleiben am Festland. Das Casino ist nur im Rahmen einer Führung von innen zu sehen. Gastronomie gibt es auf der Insel nicht — Wasser mitnehmen.

Zum Anleger geht man ohnehin ein Stück: Der Feldafinger Park ist autofrei, von den ausgewiesenen Parkplätzen wie vom S-Bahnhof Feldafing sind es jeweils rund zwanzig Minuten durch den Park hinunter. Gut kombinieren lässt sich der Besuch mit dem Uferweg nach Possenhofen.

Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Informationen des Betreibers. Stimmt etwas nicht mehr? Sag uns Bescheid.