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Sehenswürdigkeit · Bernried

Buchheim Museum in Bernried

Expressionisten direkt am Seeufer, in einem Bau, der sich über das Wasser schiebt — der beste Regentag der Region.

Museum of fantasy seen from the back
Museum of fantasy seen from the back Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · auf 1600 px Breite verkleinert

Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: Bernried an der Strecke München–Tutzing–Kochel, vom Bahnhof zu Fuß durch den Park.
  • Schiff: In der Saison Anleger Bernried, wenige Minuten entfernt.

Parken: Parkplätze beim Museum vorhanden.

Lothar-Günther Buchheims Sammlung ist eine der bedeutenderen Expressionisten-Sammlungen in Deutschland — Kirchner, Heckel, Nolde und andere. Dazu kommen Volkskunst, außereuropäische Sammlungen und Buchheims eigene Arbeiten, was das Haus deutlich eigenwilliger macht als ein reines Kunstmuseum.

Der Bau von Günter Behnisch ist selbst ein Exponat: Er liegt wie ein Schiff am Ufer, und ein Steg schiebt sich weit über das Wasser hinaus. Für viele Besucher ist dieser Balkon der eigentliche Grund für den Weg.

Zwei bis drei Stunden sollte man einplanen, mit Café und Park eher mehr. Der Museumspark ist frei zugänglich und lohnt auch ohne Ausstellungsbesuch.

Öffnungszeiten, Ruhetage und Eintrittspreise tragen wir hier bewusst nicht ein — sie ändern sich und stehen aktuell auf der offiziellen Museumsseite. Montag ist in den Museen der Region häufig Ruhetag.

Der Name ist Programm und zugleich Warnung: Das Museum der Phantasie ist kein sortiertes Kunstmuseum, sondern die Sammlung eines Einzelnen. Buchheim hat Expressionisten neben Volkskunst, Briefbeschwerer, Masken und Kuriositäten gestellt, weil ihn der Zusammenhang interessierte und nicht die Gattung. Wer eine kunsthistorische Hängung erwartet, ist irritiert; wer sich darauf einlässt, hat mehr davon als in den meisten Häusern der Umgebung.

Buchheim selbst ist über „Das Boot“ bekannt geworden, hat aber sein Leben lang gesammelt, gemalt und publiziert. Ein Teil des Hauses ist seinen eigenen Arbeiten und seiner Biografie gewidmet, was das Museum eigenwilliger und persönlicher macht als eine reine Sammlungspräsentation.

Praktisch ist die Lage der Trumpf. Das Haus steht mitten im Park am Ufer, vom Bahnhof Bernried ist es zu Fuß erreichbar, und der Park selbst ist frei zugänglich. Wer nur eine Stunde Zeit hat oder mit jemandem unterwegs ist, der nicht ins Museum will, teilt sich auf — der eine geht hinein, der andere an den See.

Für Regentage ist es die verlässlichste Adresse der Region, gerade weil es zwei bis drei Stunden trägt und ein Café im Haus hat. Mit kleinen Kindern gilt die übliche Reihenfolge: erst draußen bewegen, dann hinein. Öffnungszeiten und Eintrittspreise tragen wir bewusst nicht ein — sie ändern sich, und Montag ist in den Museen der Region häufig Ruhetag.

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