Sehenswürdigkeit · Wolfratshausen
Altstadt von Wolfratshausen
Flößerstadt an der Loisach: bemalte Fassaden, Marktstraße und der Weg hinunter ans Wasser.
Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07
- Foto fehlt (Shotlist-Pflicht, Kapitel 21)
- Dauer: 2–3 h
- Saison: ganzjährig
- Anreise: S7 Endstation
Anreise
- S-Bahn: Wolfratshausen ist Endstation der S7 aus München — der bequemste Zugang zur ganzen Gegend.
- Rad: Von Münsing über die Hochfläche gut erreichbar.
Parken: Parkplätze am Rand der Altstadt; die Marktstraße ist teilweise Fußgängerbereich.
Wolfratshausen liegt dort, wo Loisach und Isar zusammenkommen, und hat davon jahrhundertelang gelebt: Von hier trieben die Flöße nach München. Die breite Marktstraße mit ihren bemalten Fassaden ist bis heute der Kern der Stadt.
Für Besucher vom See aus ist der Ort vor allem an Markttagen interessant, wenn zwischen Loisachbrücke und Rathaus Betrieb herrscht — regionale Stände, Käse, Brot, Blumen. Danach lohnt der Weg hinunter ans Wasser.
Mit Kindern ist die Loisach-Isar-Mündung das eigentliche Ziel: flache Kiesbänke, klares Wasser, Platz zum Steinesuchen. Bei Hochwasser bleibt man besser auf dem Damm — die Strömung wird schnell gefährlich.
Als Endstation der S7 ist Wolfratshausen außerdem der praktischste Startpunkt für Radtouren Richtung Ostufer.
Die Flößerei ist mehr als eine historische Fußnote: Sie erklärt den Grundriss der Stadt. Die Marktstraße ist deshalb so breit, weil hier Waren umgeschlagen und Fuhrwerke gewendet wurden, und die Stadt liegt genau dort, wo Loisach und Isar zusammenkommen und das Holz aus den Bergen gebündelt wurde. Bis ins 20. Jahrhundert trieben von hier Flöße nach München.
Für einen Besuch reicht ein halber Tag gut. Die Marktstraße geht man in zwanzig Minuten ab, mit Blick auf die bemalten Fassaden und die Giebel, dazu kommen die Kirche, ein paar Läden und Cafés. Wer mehr Zeit hat, geht hinunter ans Wasser und am Ufer weiter — dort verliert sich der Betrieb schnell.
Mit Kindern ist das Wasser ohnehin das eigentliche Ziel. An der Mündung liegen flache Kiesbänke, das Wasser ist klar und im Sommer angenehm kühl, und zum Steinesuchen und Staudammbauen gibt es kaum einen besseren Platz in der Gegend. Wichtig bleibt die Warnung: Bei Hochwasser oder nach Starkregen ist die Strömung erheblich und die Kiesbänke sind trügerisch — dann bleibt man auf dem Damm.
Verkehrstechnisch ist Wolfratshausen für dieses Portal der zweite wichtige Anschlusspunkt neben Starnberg. Als Endstation der S7 ist es der nächstgelegene Bahnhof für die Gemeinde Münsing und das ganze Ostufer — wer ohne Auto anreist und auf die Hochfläche will, kommt hier an und fährt mit Bus oder Rad weiter.
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