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Sehenswürdigkeit · Starnberg

Starnberger Seepromenade

Der belebteste Uferabschnitt des Sees: Schifffahrt, Bootsverleih und der Blick nach Süden.

Dampfersteg mit zwei anlegenden Ausflugsschiffen (Dia-Scan)
Dampfersteg mit zwei anlegenden Ausflugsschiffen (Dia-Scan)

Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: S6 aus München bis Starnberg — der Bahnhof liegt direkt am Wasser, näher kommt man in der Region nirgends an einen See.
  • Schiff: Ab hier starten die Kurse der Seenschifffahrt.

Parken: Parkhäuser in der Stadt; an Sommerwochenenden ist die Suche mühsam.

Die Promenade zwischen Bahnhof und Bootshafen ist für die meisten Besucher der erste Kontakt mit dem See — und wegen der direkten S-Bahn-Anbindung der einfachste. Breite Wege, Sitzstufen zum Wasser, Bäume, Kioske.

Hier starten die Kurse der Seenschifffahrt, hier gibt es Ruderboote und Eis, und hier steht das Museum, das die Geschichte der Region erzählt. Für einen halben Tag ohne Planung ist das der richtige Ort.

Wer Ruhe sucht, ist hier falsch: Am Wochenende ist es voll. Der Uferweg Richtung Berg wird nach wenigen Minuten deutlich stiller — die beste Ergänzung zum Promenadenbesuch.

Bei Föhn scheint die Alpenkette direkt am Südende des Sees zu stehen. Das ist der Blick, für den die Promenade bekannt ist.

Die Promenade ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung: Der Uferstreifen wurde freigehalten und öffentlich zugänglich gemacht, während an vielen anderen Abschnitten des Sees Privatgrundstücke bis ans Wasser reichen. Genau deshalb ist sie so voll — sie gehört zu den wenigen Stellen, an denen jeder ohne Eintritt und ohne Umweg direkt ans Wasser kommt.

Vom Steg legen die Kurse der Bayerischen Seenschifffahrt ab, von der kurzen Rundfahrt bis zur großen Runde über den ganzen See. Auf dem Wasser sind neben den klassischen Motorschiffen auch ein Katamaran und ein Elektroschiff unterwegs. Für Besucher ohne Auto ist die Kombination aus S-Bahn und Schiff die eleganteste Art, den See zu sehen: hinfahren, überqueren, an einem anderen Ufer weitergehen.

Neben den großen Schiffen gibt es an der Promenade Ruder-, Tret- und Elektroboote stundenweise. Das ist mit Kindern verlässlich der Programmpunkt, der zieht — und anders als eine Rundfahrt lässt er sich nach einer halben Stunde beenden, wenn die Begeisterung nachlässt.

Wer den Blick sucht, für den der See bekannt ist, geht ein Stück hinauf. Vom Schlossberg mit der Kirche St. Josef schaut man über die ganze Länge des Wassers bis zur Alpenkette — ein kurzer, steiler Anstieg und der beste kostenlose Aussichtspunkt der Stadt. Bei Föhn steht die Bergkette scheinbar direkt am Südende des Sees.

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