Ausflug · Penzberg
Penzberg zwischen Bergwerksgeschichte und moderner Kunst
Eine Bergarbeiterstadt mit einem Museum, das man dort nicht erwartet — der unauffälligste Kunstort der Gegend.
Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · noch nicht redaktionell geprüft
- Prüfdatum fehlt (Kapitel 8)
- Format: Ortsbesuch mit Museum
- Dauer: 3–4 h
- Saison: ganzjährig
- Gut bei: Regen
Anreise
- Bahn: Penzberg liegt an der Strecke München–Kochel; vom Bahnhof ist der Ortskern zu Fuß erreichbar.
- Bus: Regionalbusse verbinden Penzberg mit Iffeldorf und Seeshaupt — die Verbindung vom Südufer des Sees.
Parken: Im Ort unproblematisch.
Penzberg ist keine Postkartenstadt, und das ist der Grund, warum der Besuch interessant ist. Der Ort verdankt seine Existenz dem Pechkohlebergbau, der hier bis in die sechziger Jahre betrieben wurde, und diese Herkunft prägt Grundriss und Selbstverständnis bis heute — Arbeiterhäuser, Vereinsleben, ein Ortsbild ohne Kulisse.
Der Kontrast dazu ist das Museum: Heinrich Campendonk, einer der Künstler des Blauen Reiter, lebte einige Jahre in Penzberg, und die Stadt besitzt heute die größte Sammlung seiner Werke. Dass ein Haus dieser Qualität in einer ehemaligen Bergarbeiterstadt steht, gehört zu den Eigenheiten des bayerischen Oberlands.
Zusammen ergibt das einen halben Tag: Museum, ein Gang durch den Ort, die Spuren des Bergbaus. Für Kinder ist der Kunstteil schwer zu verkaufen; für Regentage ist die Kombination eine der besseren Antworten in dieser Ecke.
Vom Starnberger See aus ist Penzberg über die Bahn erreichbar und liegt günstig für eine Verbindung mit den Osterseen — beides an einem Tag ist machbar, ohne zu hetzen.
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