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Tour · Possenhofen

Possenhofen und der Blick zur Roseninsel

Historischer Rundgang über den Elisabethweg — mit ehrlicher Auskunft darüber, was man sehen kann und was nicht.

Panoramic Image of the Island of Roses (Roseninsel) in Starnberger See at Feldafing
Panoramic Image of the Island of Roses (Roseninsel) in Starnberger See at Feldafing Foto: Guido Radig · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons · auf 1600 px Breite verkleinert

Von Markus Seidl · Touren und Wege · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: S6 bis Possenhofen, der Weg beginnt direkt am Bahnhof.
  • Fähre: Das Fährboot zur Roseninsel startet unterhalb von Feldafing und verkehrt nur in der Saison.

Parken: Am Westufer im Sommer knapp; die S-Bahn führt direkt zum Startpunkt.

Der Elisabethweg verbindet die Orte am Westufer, die mit der bayerischen Prinzessin Elisabeth — der späteren Kaiserin — verbunden sind. Er führt vom Bahnhof Possenhofen am Ufer entlang, mit Blick hinüber zur Roseninsel.

Wichtig vorweg, weil es die häufigste Enttäuschung ist: Schloss Possenhofen ist Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Zugänglich sind der Uferweg, der Park und der Blick — mehr nicht. Wer die Geschichte vertiefen will, findet sie im Museum im historischen Bahnhofsgebäude.

Die Roseninsel selbst liegt in Sichtweite und ist in der Saison mit dem Fährboot ab Feldafing erreichbar. Für die Tour reicht der Blick vom Ufer; die Insel ist ein eigener Ausflug.

Ein guter Zusatz ist der Badeplatz Paradies: flacher Einstieg, alter Baumbestand, Blick nach Süden. Im Hochsommer ist er entsprechend beliebt.

Der Weg selbst ist der Grund, warum sich die Tour lohnt, und nicht das, was am Ende steht. Er bleibt über weite Strecken direkt am Wasser, wechselt zwischen offenen Uferabschnitten und schattigen Passagen unter altem Baumbestand und führt durch Parkanlagen, die aus der Zeit der Sommerfrische stammen. Flach ist er durchgehend; die sechs Kilometer sind auch mit Kindern zu schaffen, wenn man Pausen einplant.

Was man vom Ufer aus tatsächlich sieht, ist ein Stück Sozialgeschichte. Die Villen und Bootshäuser hier gehen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als die Bahn den See für die Münchner erschloss und ganze Haushalte über den Sommer hierher verlegt wurden. Der Hof kam mit — deshalb liegen Schloss, Insel und Bahnhof so nah beieinander.

Zur Roseninsel gehört die Einordnung, dass sie ein eigener Ausflug ist und keine Verlängerung dieser Tour. Die Fähre setzt ab dem Glockensteg bei Feldafing über, verkehrt nur in der Saison und ruht bei Sturm, Regen oder Nebel; Hunde und Fahrräder bleiben am Festland. Wer beides an einem Tag will, plant den Vormittag für den Weg und den Nachmittag für die Insel.

Praktisch ist die Strecke eine der besten am See für Besucher ohne Auto: Sie beginnt an einer S-Bahn-Station und endet in Reichweite der nächsten, sodass niemand zum Ausgangspunkt zurücklaufen muss. Im Hochsommer ist das ohnehin die bessere Wahl — die Parkplätze am Badeplatz sind ab dem Vormittag belegt.

Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Informationen des Betreibers. Stimmt etwas nicht mehr? Sag uns Bescheid.