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Ort · Possenhofen

Possenhofen und Pöcking

Sisi-Bezug, Blick zur Roseninsel und der Badeplatz Paradies — mit S-Bahn direkt vor der Tür.

Aerial image of the Possenhofen Castle (view from the south)
Aerial image of the Possenhofen Castle (view from the south) Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · auf 1600 px Breite verkleinert

Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: S6 bis Possenhofen; das Museum ist im historischen Bahnhofsgebäude untergebracht.
  • Schiff: In der Saison Anleger Possenhofen.

Parken: Im Sommer knapp. Die S-Bahn hält direkt am Ziel.

Parkdruck: Im Hochsommer und an Wochenenden sind die Parkplätze früh belegt. Anreise mit Bahn, Bus oder Schiff wird ausdrücklich empfohlen.

Possenhofen gehört zur Gemeinde Pöcking und ist vor allem durch Elisabeth bekannt, die spätere Kaiserin von Österreich, deren Familie hier den Sommer verbrachte. Ihr Schloss ist Privatbesitz und nicht zu besichtigen — das ist die häufigste Enttäuschung am Westufer und deshalb hier gleich vorweg gesagt.

Zugänglich sind der Uferweg, der Elisabethweg und das kleine Museum im historischen Bahnhofsgebäude, das die Geschichte sachlich und ohne Kitsch aufbereitet. Die Öffnung ist saisonal.

Der eigentliche Publikumsmagnet ist der Badeplatz Paradies: flacher Einstieg, alter Baumbestand, Blick nach Süden auf die Berge. Er zählt zu den schönsten am Westufer und ist im Hochsommer entsprechend voll.

Gegenüber liegt die Roseninsel, in der Saison mit dem Fährboot ab Feldafing erreichbar. Beide Orte gehörten zum selben Sommerleben am See und lassen sich gut zu einem Tag verbinden.

Was den Ort trotz des unzugänglichen Schlosses trägt, ist die Uferlage. Der Abschnitt zwischen Pöcking, Possenhofen und Feldafing gehört zu den wenigen am Westufer, an denen ein durchgehender öffentlicher Weg direkt am Wasser bleibt. Er ist flach, überwiegend befestigt und dank zweier S-Bahn-Stationen ideal als Einbahn-Strecke zu gehen.

Das Museum im alten Bahnhofsgebäude ist klein, aber die ehrlichste Adresse zum Thema am ganzen See: Es erzählt die Geschichte der Familie und der Sommeraufenthalte sachlich, ohne den Kitsch, der sich sonst an den Namen Sisi hängt. Die Öffnung ist saisonal und die Zeiten wechseln — vorher prüfen lohnt sich, sonst steht man vor der Tür.

Der Badeplatz Paradies ist der Grund, warum viele überhaupt herkommen. Flacher Einstieg, alter Baumbestand, Blick nach Süden auf die Berge — mit Kindern ist das einer der besten Plätze am Westufer. Im Hochsommer ist er entsprechend voll, und die Parkplätze sind ab dem Vormittag belegt. Mit der S6 kommt man auch dann noch an.

Zusammengehört das alles zu einer Landschaft, die als Sommerfrische entstanden ist: Schloss, Park, Bahnhof, Badeplatz und die Insel gegenüber. Wer den Zusammenhang sehen will, verbindet Possenhofen mit der Roseninsel und dem Uferweg nach Tutzing zu einem Tag — und lässt das Auto stehen, weil an beiden Enden ein Bahnhof steht.

Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Informationen des Betreibers. Stimmt etwas nicht mehr? Sag uns Bescheid.