Sehenswürdigkeit · Murnau
Münter-Haus in Murnau
Das Wohnhaus von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky — klein, konkret und erhalten.
Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · noch nicht redaktionell geprüft
- Prüfdatum fehlt (Kapitel 8)
- Dauer: 1–1,5 h
- Schwerpunkt: Münter, Kandinsky, Blauer Reiter
- Gut bei: Regen
- Lage: Murnau, Ortsrand
Anreise
- Bahn: Murnau an der Strecke München–Garmisch; vom Bahnhof ist das Haus zu Fuß erreichbar.
- Kombinierbar mit Schlossmuseum und Marktstraße, alles im Ort fußläufig.
Parken: Im Ort bewirtschaftet.
Gabriele Münter kaufte das Haus am Murnauer Ortsrand 1909; sie und Wassily Kandinsky arbeiteten hier in den Jahren, in denen der Blaue Reiter entstand. Im Ort hieß es lange das „Russenhaus". Münter bewahrte es über die Zeiten hinweg, und erhalten ist deshalb mehr als ein Gebäude.
Was den Besuch trägt, ist die Konkretheit. Möbel, von Kandinsky bemalte Treppengeländer, der Garten, der Blick über die Wiesen — man sieht nicht eine Ausstellung über zwei Künstler, sondern den Raum, in dem sie gelebt haben. Für das Verständnis der Bilder ist das mehr wert als eine Saalfolge.
Das Haus ist klein, entsprechend ist der Besuch kurz: eine Stunde, mit Garten etwas mehr. Es lohnt daher die Verbindung mit dem Schlossmuseum im Ort und einem Gang über die Marktstraße — daraus wird ein Murnau-Tag, der bei jedem Wetter funktioniert.
Die Öffnungszeiten sind begrenzt und saisonal unterschiedlich; an mehreren Tagen der Woche ist geschlossen. Vor der Fahrt auf der offiziellen Seite nachsehen ist hier wichtiger als bei den größeren Häusern.
Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Informationen des Betreibers. Stimmt etwas nicht mehr? Sag uns Bescheid.