Ort · Murnau
Murnau: Warum der Ort mehr als Kulisse ist
Marktstraße, zwei Museen und das Murnauer Moos — ein Ort, den man nicht nur durchfährt.
Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · noch nicht redaktionell geprüft
- Prüfdatum fehlt (Kapitel 8)
- Lage: zwischen Staffelsee und Murnauer Moos
- Bekannt für: Blauer Reiter, Münter-Haus, Moos
- Anreise: Bahn München–Garmisch
Anreise
- Bahn: Murnau liegt an der Strecke München–Garmisch; ab Tutzing oder Weilheim ohne Umsteigen erreichbar.
- Bus: Von Murnau weiter nach Großweil, an den Staffelsee und Richtung Kochel — die Takte sind dünn.
Parken: Im Ort bewirtschaftet.
Naturschutzgebiet: Naturschutzgebiet: Bitte auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und nur an ausgewiesenen Stellen baden.
Murnau wird auf der Fahrt nach Garmisch meist durchfahren, und das ist ein Fehler. Der Ort hat eine Marktstraße, die als Ortskern funktioniert, zwei Museen von Rang und mit dem Murnauer Moos eine Landschaft direkt am Rand, die es in dieser Größe kaum noch gibt.
Die Kunstgeschichte ist der bekannteste Strang: Gabriele Münter und Wassily Kandinsky arbeiteten hier, das Münter-Haus ist erhalten und zugänglich, und das Schlossmuseum ordnet den Zusammenhang ein. Wer die Bilder des Blauen Reiter kennt, erkennt in der Landschaft ringsum die Motive wieder.
Das Murnauer Moos ist der zweite Grund. Es gehört zu den größten und besterhaltenen Moorgebieten Mitteleuropas, ist über Wege und Stege erschlossen und ökologisch so empfindlich, dass das Wegegebot nicht verhandelbar ist. Der Eindruck ist Weite und Stille, nicht Aussicht.
Für Gäste am Starnberger See ist Murnau die weiteste, aber umstiegsfreie Fahrt. Sie lohnt bei stabiler Wetterlage; bei tiefer Bewölkung verliert das Moos, was es ausmacht — dann trägt der Ortsteil mit den Museen den Tag allein.
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