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Sehenswürdigkeit · Bernried

Kloster Bernried

Historischer Ortskern über dem Ufer, mit Klosterkirche und frei zugänglichem Park.

Aerial image of the Kloster Bernried (view from the east)
Aerial image of the Kloster Bernried (view from the east) Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons · auf 1600 px Breite verkleinert

Von Georg Riedl · Geschichte und Kultur · vor Ort geprüft · zuletzt geprüft: 2026-07

Anreise

  • Bahn: Bernried, vom Bahnhof zu Fuß in wenigen Minuten.
  • Schiff: In der Saison Anleger Bernried.

Parken: Im Ort vorhanden.

Das Kloster über dem Bernrieder Ufer geht auf das Hochmittelalter zurück; die Kirche wurde später barock ausgestattet. Es ist eine aktive Ordensniederlassung, kein Museum — entsprechend zurückhaltend sollte der Besuch ausfallen.

Für Besucher interessant ist die Kombination aus Kirche, Ortskern und dem angrenzenden Landschaftspark, der frei zugänglich ist und direkt zum See hinunterführt. Im Herbst, wenn Nebel über den Wiesen steht, ist das der eindrucksvollste Teil.

Eine Stunde reicht für den Ortskern. Sinnvoll ist die Verbindung mit dem Park und dem Museum, die beide fußläufig liegen — daraus wird der Bernrieder Tag.

Zugangszeiten der Kirche können variieren; bitte vor Ort auf Gottesdienste Rücksicht nehmen.

Ein Wort zur Erwartung: Wer hier ein besichtigbares Kloster mit Führung, Museumsladen und Kreuzgangrundgang sucht, ist falsch. Bernried ist eine bewohnte Ordensniederlassung mit eigenem Betrieb. Zugänglich ist im Wesentlichen die Kirche, und auch die nicht immer — Gottesdienste und geschlossene Veranstaltungen haben Vorrang. Das ist kein Mangel, sondern der Grund, warum der Ort noch der ist, der er ist.

Historisch reicht die Gründung ins Hochmittelalter zurück; über die Jahrhunderte war Bernried Augustiner-Chorherrenstift, wurde in der Säkularisation aufgelöst und später wieder klösterlich genutzt. Die barocke Ausstattung der Kirche stammt aus der Blütezeit des Stifts. Das direkt angrenzende Hofmarkschloss gehört zum selben Ensemble und ist von außen der eindrucksvollere Teil.

Am meisten hat man von dem Ort, wenn man ihn nicht als Einzelziel ansteuert. Kirche, Schloss, Ortskern, Landschaftspark und das Buchheim Museum liegen alle fußläufig beieinander, und erst zusammen ergeben sie den Bernrieder Tag. Vom Bahnhof aus ist die ganze Kette ohne Auto zu gehen.

Die beste Zeit ist der Herbst. Wenn morgens Nebel über den Parkwiesen steht und die alten Eichen daraus auftauchen, ist der Weg vom Kloster hinunter zum See der eindrucksvollste Abschnitt in ganz Bernried — und um diese Zeit ist man dort meist allein.

Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Informationen des Betreibers. Stimmt etwas nicht mehr? Sag uns Bescheid.